Arten des Haarausfalls
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Es gibt eine hohe Anzahl von Hauterkrankungen, die Haarausfall verursachen. Jedoch unterscheidet sich die Ausprägung vom allgemein bekannten Muster des anlagenbedingten Haarausfalls, wie es bei Frauen bekannt ist und kann leicht von einem Dermatologen bestimmt werden.
Bei Frauen unterscheidet man zwischen vernarbenden und nicht-vernarbenden Haarausfall:
Vernarbender Haarausfall
Beim vernarbenden Haarausfall fällt ein Haar aus, gleichzeitig wird die Haarwurzel unwiederbringlich zerstört. Es entstehen Narben. Es können keine Haare mehr produziert werden. Vernarbender Haarausfall kann durch eine Vielzahl von Medikamenten oder Hauterkrankungen zum Beispiel Lupus erythematodes, Lichen ruber Planus oder lokale Strahlentherapie verursacht werden. Ebenso können Verletzungen, wie Verbrennungen oder Verätzungen oder lokale medizinischen Eingriffe, diese Art des Haarausfalls hervorrufen. In diesen Fällen ist die Eigenhaartransplantation gut geeignet um Abhilfe zu schaffen.
Nicht-vernarbender Haarausfall
Beim nicht-vernarbenden Haarausfall sind die Follikel voll funktionsfähig. Diffuse und androgenetische Alopezie sowie Alopezie areata gehören in diese Gruppe.
Letztere wird durch eine genetische, Autoimmunkrankheit verursacht. Kreisrunde - zu Beginn münzgroße kahle Stellen – erreichen nach zwei bis drei Monaten ihre endgültige Größe von drei bis vier Zentimetern Durchmesser. Die Haut bleibt gesund. Sie kann mit lokalen Injektionen von Corticosteroiden behandelt werden.
Durch ein Facelift kann lokaler Haarausfall entlang der Stirnhaargrenze und hinter den Ohren verursacht werden. Mechanische oder berufsbedingte Alopezie entsteht durch lang andauerndes Ziehen an oder langen Druck auf die Haarwurzel. In allen diesen Fällen ermöglicht die Eigenhaarverpflanzung erneuten Haarwuchs.
Eine Strahlentherapie kann sowohl vernarbenden wie auch nicht-vernarbenden Haarausfall verursachen und kann ebenso mit einer Eigenhaarverpflanzung behoben werden, wenn der Bereich nicht zu groß ist.
Androgenetische Alopezie
Diese Art des Haarausfalls erinnert sehr an das Muster des männlichen genetisch bedingten Haarausfalls. Das Muster des weiblichen Haarausfalls beginnt in der Scheitelregion und breitet sich von dort in alle Richtungen aus. Der Spenderbereich (Haarkranz) bleibt in der Regel vom Haarausfall verschont. Es besteht eine anlagebedingte Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber männlicher Geschlechtshormone. Aus dem männlichen Geschlechtshormon „Testosteron“ und dem Enzym „5-Alpha-Reduktase“ bildet sich das Stoffwechselprodukt Dihydrotestosteron (DHT). Es lagert sich an die Rezeptoren der Haarwurzel und bildet für den Haarwuchs wichtige Proteine. Wird vermehrt Testosteron umgewandelt, verstärkt sich die Wirkung des DHT, was eine Miniaturiesierung der Haare verursacht. Das heißt, die betroffene Wurzel produziert nur feines, beinahe unsichtbares, kurzes, flaumiges Haar oder alle Haare fallen aus. Frauen produzieren weniger Testosteron und weniger Enzyme zur Umwandlung in DHT. Daher zirkulieren nur wenige dieser Hormone entlang der Stirnhaarlinie und am Oberkopf und verursachen dort Haarausfall. Daraus erklären sich die unterschiedlichen Muster des weiblichen und männlichen Haarausfalls. Frauen, die an dieser Form von Haarausfall leiden, können dank der Eigenhaarverpflanzung gute Ergebnisse erzielen.
Diffuser Haarausfall
Diffuser Haarausfall betrifft mindestens einmal im Leben fast 40% aller Frauen, aber auch 20% der Männer über 20 Jahre. Es ist der gesamte Kopf betroffen und er kann in jedem Alter auftreten. Er beginnt mit vermehrtem Haarausfall, der nach einiger Zeit von einer erkennbaren Ausdünnung der Haare begleitet wird. Sogar der Spenderbereich ist von der Ausdünnung der Haare betroffen. Eine Eigenhaartransplantation ist in diesem Fall aufgrund der verschiedenen möglichen Ursachen nicht unbedingt die richtige Lösung.
Daher sollte ein erfahrener Arzt die Situation einschätzen. Dieser Arzt sollte wissen, wann eine medizinische Evaluierung sinnvoll ist und ob eine medizinische oder chirurgische Behandlung das beste Ergebnis bietet.
