Eigenhaartransplantation bei Frauen
Häufig gestellte Fragen
Ist es normal, dass bereits während der Schwangerschaft oder nach der Geburt eines Kindes plötzlich Haarausfall einsetzt?
Dr. Jörg Hugeneck: Beide Formen dieses Haarausfalles sind bekannt. In diesen Zeiten ist der Haarausfall hormonell bedingt und kommt häufig vor. Östrogen ist eines der bekanntesten Hormone der Frau und hat einen entscheidenden Einfluss auf die Haare. So steigt der Östrogenspiegel während einer Schwangerschaft und dadurch verlängert sich der Lebenszyklus eines Haares. Das heisst, die Haare fallen oft nicht aus, wie es der natürliche Haarrhythmus vorgeben würde, sondern wachsen einfach weiter. Wenn der Östrogenspiegel dann nach der Schwangerschaft wieder auf das normale Maß sinkt, fallen die Haare, deren Lebenszyklus schon überschritten ist, aus. Deshalb haben die meisten Frauen 2 bis 4 Monate nach der Schwangerschaft einen vermehrten Haarausfall. Diese Art von Haarausfall ist völlig normal und geht meistens von allein vorbei und der Haarwuchs normalisiert sich wieder.
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Ist ein verstärkter Haarverlust in den Wechseljahren behandlungsfähig?
Dr. Karl Stiefsohn: Ganz wichtig ist bei diesem Haarwechsel, dass er in der Regel nicht zu einer dauerhaften Haarlichtung im Sinne einer androgenetischen Alopezie führt. Daher ist dieser erhöhte Haarwechsel - so lange er nicht zu einer sichtbaren Haarverminderung führt - auch nicht behandlungsbedürftig. Kann man jedoch tatsächlich eine sichtbare Haarausdünnung feststellen, könnte eine medikamentöse Behandlung wirksam sein, die auch beim anlagebedingten Haarausfall gut helfen.
Kann ich die Haare nach der Behandlung wieder färben oder eine Dauerwelle machen lassen? Wenn ja, ab wann?
Dr. Jörg Hugeneck: Ja, frühestens zwei Monate nach der Eigenhaartransplantation können Sie Ihre Haare genauso färben oder stylen wie bisher.
Wie lange dauert die Behandlung?
Dr. Karl Stiefsohn: Die Dauer der Behandlung ist vom Behandlungsumfang, d. h. von der Größe der zu verpflanzenden Stelle abhängig. Die Entnahme des Spenderhaares dauert ca. 30 min. Die gesamte Behandlung liegt je nach Anzahl der zu verpflanzenden Haarwurzeleinheiten (Follicular Units - FUs) zwischen 3 und 5 Stunden.
Werden die Haare vor der Behandlung abrasiert?
Dr. Jörg Hugeneck: Nein. Lediglich die Haare im Bereich der Entnahmestelle werden auf eine Länge von ca. 3mm zurückgeschnitten. Das restliche Haar wird nicht beeinträchtigt. Ihr Haarbild ist nach der Eigenhaartransplantation völlig unverändert.
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Dr. Karl Stiefsohn: Nein, zu Beginn der Behandlung erfolgt eine örtliche Betäubung (Dauer ca. 30 sec.). Die Eigenhaartransplantation ist absolut schmerzfrei.
Besteht nach der Behandlung Infektionsgefahr bzw. gibt es Nebenwirkungen?
Dr. Jörg Hugeneck: Nein, aufgrund der ausgereiften Moser-Methode und der 30-jährigen Erfahrung wird durch die mikrochirurgische Technik und den Einsatz der Bildschirm-Mikroskope so fein gearbeitet, dass es nicht zu Infektionen kommt. Die Erfahrung von zehntausenden erfolgreichen Transplantationen von Eigenhaar gibt Ihnen Sicherheit. Ein weiterer Vorteil: Die Bioregenerationslösung, welche im Anschluss an die Behandlung auf die verpflanzte Stelle aufgesprüht wird, beschleunigt den Heilungsprozess um ein Vielfaches!
Ist die Entnahmestelle sichtbar?
Dr. Karl Stiefsohn: Nein! Bereits unmittelbar nach der Eigenhaartransplantation ist die Entnahmestelle unsichtbar (bei normaler Haarlänge - ab ca. 1 cm).
Was muss ich nach der Behandlung beachten?
Dr. Jörg Hugeneck: Für die ersten 8 - 10 Tage bis zur Entfernung der Naht an der Entnahmestelle sind lediglich körperliche Anstrengungen, Schwitzen und eine Verschmutzung der Haare zu vermeiden. Sie können gerne bereits nach 24 Stunden Ihre Haare wieder waschen.
Wann bin ich gesellschafts- bzw. arbeitsfähig?
Dr. Karl Stiefsohn: Gesellschaftsfähig und arbeitsfähig aus medizinischer Sicht sind Sie bereits 24 Stunden nach der Eigenhaartransplantation. Dennoch ist eine körperliche Schonung für wenige Tage sinnvoll. Je nach Größe der behandelten Fläche und abhängig davon, wie lange Sie Ihr Haar tragen, ist von der Behandlung in der Regel bereits nach wenigen Tagen nichts mehr zu sehen. Speziell durch die Bioregenerationslösung und die Moser Storage Solution wird das Haarwachstum sehr stark beschleunigt.
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Wie lange darf es dauern, bis die Haare wieder wachsen?
Dr. Jörg Hugeneck: Die Haare brauchen ihre Ruhephase, sie sind also auf „Urlaub“. Erst nach ca. 4 bis 5 Monaten setzt langsam der Haarnachwuchs ein. Das Wachstum erfolgt schrittweise, wesentlicher Vorteil; wenn Sie es nicht wollen, müssen Sie es niemandem erzählen. Nach 8 bis 9 Monaten ist das endgültige Ergebnis sichtbar. Die Storage Solution, eine im hauseigenen Forschungslabor entwickelte Lösung von Moser Medical bewirkt einen schnelleren und kräftigeren Haarwuchs. Die Wirkung der Storage Solution ist klinisch geprüft und international anerkannt.
Wird mein Friseur merken, dass ich behandelt worden bin?
Dr. Karl Stiefsohn: Bei der Eigenhaartransplantation von Moser Medical werden die natürlichen Haargruppierungen berücksichtigt und durch die mikrochirurgischen Techniken wird der natürliche Charakter des Ergebnisses garantiert. Sogar die Haarwachstumsrichtung wird beim Verpflanzen berücksichtigt. Zudem wird der Haaransatz im Stirnbereich speziell natürlich konzipiert. Häufig erkennen nicht einmal die Spezialisten, also wir Ärzte, ob jemand eine Eigenhaartransplantation gemacht hat. Selbst unter dem Mikroskop ist die Entnahmestelle zu perfekt, dass sie nicht zu erkennen ist.
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Warum wachsen die verpflanzten Haare lebenslang?
Dr. Jörg Hugeneck: Jede Haarwurzel wird vor der Geburt des Menschen genetisch programmiert. Die Haarwurzeln (Follicular Units = FUs) im Haarkranz sind darauf programmiert ein Leben lang zu wachsen. Bei der Eigenhaartransplantation werden Haarwurzeln aus dem Haarkranz (Spenderbereich) entnommen, dieser befindet sich am Hinterkopf. Die entnommenen Haarwurzeln werden unter dem Bildschirm-Mikroskop präpariert und in porengroße Öffnungen (Slits) in die kahlen und schütteren Stellen (Empfängerbereich) eingepflanzt. Da die Haarwurzeln (FUs) ihre genetische Wachstumsinformation behalten, beginnen sie auch an den ehemals kahlen Stellen zu wachsen. Und das ein Leben lang.
Fallen die bestehenden Haare trotz einer Eigenhaarverpflanzung weiter aus?
Dr. Karl Stiefsohn: Natürlich kann das bestehende Haar weiterhin vom Haarausfall betroffen sein. Jedoch kann das schüttere Haarbild durch eine Eigenhaartransplantation verdichtet werden, daher ist ein weiteres Voranschreiten des Haarausfalls optisch weniger sichtbar. Nur in sehr wenigen Fällen ist das Spenderhaar nicht ausreichend und es ist von einer Eigenhaartransplantation abzuraten. Das klären wir in einer unverbindlichen und kompetenten Beratung. Um den weiteren Verlust der bestehenden Haare zu vermeiden, kann Propecia eingenommen werden, das den Haarausfall stoppt.
Können Fremdhaare transplantiert werden?
Dr. Jörg Hugeneck: Nein! Genauso wie bei Organtransplantationen würde die körpereigene Abwehr das verpflanzte Haar abstoßen.
In welchem Alter kann ich mich behandeln lassen ?
Dr. Karl Stiefsohn: Es gibt keine Altersgrenze! Es ist jedoch Vorsicht bei sehr jungen männlichen Patienten (unter 20 Jahren) geboten (falsche Erwartungshaltung, rasch fortschreitender Haarausfall). Es ist ein intensives Vorgespräch auf jeden Fall nötig.
Wie oft kann ich mich behandeln lassen?
Dr. Jörg Hugeneck: Dies ist vom jeweiligen Behandlungsumfang und von der Elastizität der Kopfhaut abhängig. Im Regelfalls sind drei bis vier Behandlungen mögich. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist die ausreichende Haardichte im Spenderbereich (Haarkranz). Heutzutage ist eine mehrmalige Behandlung meist gar nicht notwendig, da wir in der Lage sind bis zu 4.500 FUs in einer einzigen Behandlung zu verpflanzen. Hier spricht man von einer Megasession.
Mit welchen Kosten muss ich für eine Eigenhaarverpflanzung rechnen?
Dr. Karl Stiefsohn: Die Kosten hängen in erster Linie von der Anzahl der zu verpflanzenden Haarwurzeleinheiten ab. Auch die Haarstruktur, die Dichte des Spenderhaares, ist ein ausschlaggebender Faktor. Und Drittens ist ganz wesentlich welche Erwartungshaltung, welches Wunschergebnis sich Patientinnen von der Eigenhaarverpflanzung erwarten. Daher gilt es jede Situation ganz individuell zu behandeln und es bedarf eines ausführliches Beratungsgespräches, um konkrete Auskünfte über durchzuführende Maßnahmen und daraus resultierende Kosten liefern zu können.
Wenn es doch so einfach ist, warum macht es dann nicht jeder der betroffen ist?
Hugeneck: Wir machen die Erfahrung, dass unsere PatientInnen sich manchmal schon seit fünf, sechs Jahren mit dem Thema Eigenhaarverpflanzung beschäftigen. Sie aber so lange für eine Entscheidung brauchen. Nach der Behandlung sagen unsere Patienten oft, dass sie sich schon früher hätten behandeln lassen, wenn sie gewusst hätten, wie einfach es ist. Und persönlich denke ich, die Behandlung aufzuschieben ist ein Verzicht auf ein positives Lebensgefühl. Hauptausschlaggebend für die Entscheidung zu einer Behandlung ist letztendlich das subjektive Empfinden.
Wie funktioniert die Eigenhaarverpflanzung eigentlich?
Dr. Karl Stiefsohn: Bei dieser heute weltweit angewandten Technik werden unzählige winzige Gruppen von ein bis zu drei Haarwurzeln (FUs = Follicular Units) verpflanzt. Diese stammen aus dem meist dicht bewachsenen Haarkranz und werden bei der Moser-Methode unter dem Bildschirm-Mikroskop präpariert, so dass sie anschließend mittels einer ganz besonderen Technik in Mikroöffnungen auf den kahlen oder schütteren Stellen eingepflanzt werden. Da es sich um Eigenhaar handelt, entsteht ein natürlicher Eindruck.