Tatjana Tolnai
medizinsche Fachberaterin

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Beratung

Männer: FAQ/Häufige Fragen

Welche Mittel helfen, um den Haarausfall zu stoppen bzw. zu verlangsamen?

 Versprechen gibt es sehr viele: Hausmittelchen, diverse Shampoos sowie etliche Spezialpräparate für die innere und äußere Anwendung sollen Haarausfall bekämpfen können. In Wahrheit liegt bis heute für die allermeisten dieser Hilfsmittel keine wissenschaftliche Bestätigung ihrer Wirksamkeit vor. Ausnahmen stellen einzelne verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Propecia, Advodart und Regaine) dar, deren regelmäßige Anwendung den Haarausfall reduzieren bzw. verzögern kann. Ein Stillstand kann jedoch damit nicht erzielt werden. Um diese Wirkung zu erhalten, müssen diese Präparate allerdings ständig eingesetzt werden – in einzelnen Fällen sind Nebenwirkungen möglich. Die einzige dauerhaft wirksame Maßnahme bei Haarausfall stellt die Verpflanzung von Eigenhaar dar, wobei auch die Kombination von Haartransplantation und medikamentöser Behandlung mit Finasteride sinnvoll sein kann, was im Einzelfall bei der Beratung abzuklären ist. 

» Weitere Infos zu Medikamenten

Ich habe beginnenden Haarausfall – was kann ich tun?

 Mehr als 60 Prozent der Männer sind von Haarausfall betroffen. Dabei ist jede Haarsituation individuell unterschiedlich. Abhängig von den Ursachen und der zu erwartenden weiteren Entwicklung kommen verschiedene Lösungen infrage – von der rein medikamentösen Behandlung bis zur Eigenhaarverpflanzung. Oft ist es durchaus vorteilhaft früh eine Haartransplantation vornehmen zu lassen, da sich die schütteren Haare verdichten lassen womit Betroffene – selbst bei fortschreitendem Haarausfall – dank der verpflanzten Haare stets ein ästhetisches Haarbild behalten.  

» Arten von Haarausfall bei Männern

Gibt es ein Mindestalter für die Haartransplantation?

 Entscheidend ist nicht das Alter, sondern die jeweilige Haarsituation und wie sich der Haarausfall entwickelt hat und in Zukunft sein wird. Daher ist es für uns sehr wichtig, diesbezüglich sorgsam zu sein. Bei sehr jungen Patienten empfehlen wir immer zusätzlich zur Beratung auch einen Arzttermin, um die genauen Ursachen des Haarausfalls feststellen zu können. Der jüngste bei uns behandelte Patient war 20 Jahre alt. Ausnahmen stellen Repair-Behandlungen dar - z.B. nach einem Unfall. 

Wie lange dauert die Behandlung?

 Die Dauer hängt im Wesentlichen von der gewählten Entnahmetechnik (F.U.T. oder F.U.E.) sowie dem Umfang – Größe der zu verpflanzenden Stelle bzw. Anzahl benötigter Haarwurzeleinheiten – ab. Die Entnahme des Spenderhaares dauert ca. 30 Minuten, die gesamte Behandlungsdauer liegt je nach Anzahl der zu verpflanzenden Haarwurzeleinheiten (Follicular Units - FUs) zwischen 3 und 5 Stunden (bei F.U.T.) oder 6 - 8 Stunden (F.U.E.). Unterschied: F.U.T. wird in einer einzigen Behandlung an einem Tag durchgeführt, F.U.E. ist bei Bedarf in Einzelfällen auf zwei Tage aufteilbar. 

» Haartransplantation bei Moser Medical

Werden die Haare vor der Behandlung abrasiert?

 Bei der F.U.T.-Technik wird im Haarkranz (Entnahmestelle) ein schmaler Streifen entnommen – ausschließlich in diesem kleinen Bereich werden die Haare auf eine Länge von ca. 3 mm zurückgeschnitten. Das restliche Haar wird nicht beeinträchtigt. Ihr Haarbild ist nach der Eigenhaartransplantation völlig unverändert, da die verbliebenen Haare diese schmale Line verdecken.

Für F.U.E.-Behandlungen werden meist mit vollständig rasiertem Hinterkopf durchgeführt, da dies die exakte beschädigungsarme Entnahme der Haarwurzeleinheiten begünstigt. 

» Vergleich der Entnahmetechniken

Ist die Behandlung schmerzhaft?

 Nein. Zu Beginn der Behandlung erfolgt eine örtliche Betäubung (dauert ca. 30 Sekunden), die sicherstellt, dass die Eigenhaartransplantation absolut schmerzfrei erfolgt. Auf Wunsch erhalten Sie ein Beruhigungsmittel. Während der gesamten Behandlung werden Sie von unseren top geschulten medizinischen Assistentinnen betreut, Sie sind voll bei Bewusstsein und können z.B. am iPod Musik hören und sich entspannen. 

Stimmt es, dass bei der F.U.E.-Technik keine Narben zurück bleiben?

 Nein, diese weitverbreitete Meinung ist nicht ganz korrekt. Zwar gibt es keine durchgängige Narbenlinie, aber stattdessen 1000 und mehr punktförmige Mikronarben auf dem Hinterkopf, die durch das Herausstanzen der Haare mit dem Spezial Hybrid-Bohrer enstanden. Diese Behandlungsstellen bleiben kahl, was was fallweise zu ästhetischen Einschränkungen führen kann. 

» Vergleich von F.U.T. und F.U.E.

Was muss ich nach der Behandlung beachten?

 Für die ersten acht bis zehn Tage bis zur Nahtentfernung (bei F.U.T.) sind lediglich körperliche Anstrengungen, Schwitzen und Verschmutzung der Haare zu vermeiden. Bei einer F.U.E.-Behandlung wachsen die mikrofeinen Narben im Entnahmebereich von selbst zu. Das Haarewaschen ist jeweils nach 48 Stunden wieder möglich.  

Ab wann kann ich wieder Sport betreiben?

 Bei F.U.E.-Behandlungen wird eine sportreduzierte Phase von ca. 2 Wochen empfohlen, um die Regeneration im Verpflanzungbereich zu unterstützen. Bei F.U.T.-Behandlung empfehlen Spezialisten eine noch längere Sport-Ruhephase (insgesamt ca. 3 Wochen), damit die Entnahmestelle ideal verheilen kann. 

Wann bin ich gesellschafts- bzw. arbeitsfähig?

 Aus medizinischer Sicht sind Sie bereits 24 Stunden nach der Behandlung wieder voll gesellschafts- und arbeitsfähig, dennoch ist eine körperliche Schonung für wenige Tage sinnvoll. Auf jeden Fall ist, abhängig von der Größe der behandelten Fläche und der Länge ihres Haares, bereits nach wenigen Tagen von der Behandlung nichts mehr zu sehen (Ausnahme: Eventuell rasierter Hinterkopf bei F.U.E.).  

Führen Sie auch Megasitzungen mit 4.800 und mehr FUs durch?

 Theoretisch sind derart umfangreiche Eigenhaarverpflanzungen machbar, in der Praxis aber oft gar nicht nötig. Unser Ziel bei Haartransplantationen ist stets die Lösung des Haarproblems der Patienten mit einem ästhetisch einwandfreien Ergebnis. Die Quantität der zu verpflanzenden FUs wird von der Fläche des Transplantationsbereiches und der gewünschten Haardichte bestimmt, die wir in der Beratung ermitteln und mit Ihnen festlegen. Eine unnötig umfangreiche Haarverpflanzung dünnt den Spenderbereich aus, was ästhetische Einschränkungen bedeuten kann, vor allem aber einem Raubbau gleich kommt (es bleibt zu wenig Spenderhaar für eine eventuell nötige Folgebehandlung zurück). In Extremfällen kann zu dichte Verpflanzung sogar zum Shock-Loss führen – d. h. das ursprüngliche Haar wird sowohl im Entnahme- als auch Empfängerbereich negativ beeinflusst und neigt zu gesteigertem Haarausfall. Und: Durch ausgeprägte Megasessions (Dense-Packing) kann es zu einer breiteren Narbe im Entnahmebereich kommen.  

» weitere Informationen

Führen Sie auch eine Eigenbluttherapie durch?

 Die sogenannte Eigenblut- oder PRP-Therapie wird in Fachmedien immer wieder erwähnt und von verschiedenen Ärzten bereits angeboten. Dabei wird aus Eigenblut gewonnenes Plasma mit hochkonzentrierten Blutblättchen gewonnen und in die Kopfhaut injiziert. Dies soll den Wachstumsprozess positiv beeinflussen. Leider gibt es für diesen Effekt noch keine ausreichende wissenschaftliche Bestätigung. Auch mögliche Nebenwirkungen sind derzeit nicht umfassend erforscht. Bei Moser Medical führen wir nur bewährte Behandlungsmethoden durch, die höchste Sicherheit und dauerhafte Ergebnisse bedeuten! Im Zuge unserer Forschungsprojekte im Haarlabor wird aktuell auch die Eigenbluttherapie intensiver Tests unterzogen, um wissenschaftliche Fakten als Grundlage für mögliche künftige Behandlungen zu finden. 

Wann wachsen die verpflanzten Haare wieder vollständig?

 Das Haarwachstum erfolgt schrittweise. Unmittelbar nach der Eigenhaarverpflanzung beginnt eine Ruhephase in der die Haarwurzeln anwachsen. Nach 12 – 14 Wochen setzt der Wuchs langsam ein, nach 12 Monaten ist das endgültige Ergebnis weitestgehend sichtbar und nach ca. einem Jahr das Haarbild vollständig hergestellt. Für besseren Anwuchs, schnelleren und kräftigeren Wuchs sowie beschleunigte Heilung genießen Patienten von Moser Medical die Vorteile der Storage Solution und der Bioregenerations-Lösung. Beide Produkte stammen aus der Moser Forschung, ihre Wirkung ist klinisch geprüft und international anerkannt.  

Warum wachsen die verpflanzten Haare lebenslang?

 Die Haarwurzeln (FUs) im Haarkranz am Hinterkopf sind genetisch darauf programmiert ein Leben lang zu wachsen. Die Zellen im Haarkranzbereich unterscheiden sich physiologisch (Zytologie) von jenen Zellen an anderen Kopfregionen. Es handelt sich in diesem Bereich um sogenannte rezeptorfreie Zellen. Die Rezeptoren stellen für ein Organ „Satelliten“ dar, dass heißt über die Rezeptoren gelangen alle Informationen zum Organ. Gibt es keine Rezeptoren, bekommt das Haarfollikel auch keine Informationen, dass im Körper Umwandlungsprozesse stattfinden und wächst dementsprechend ganz normal weiter.

Bei der Eigenhaartransplantation werden solche FUs aus dem Haarkranz entnommen, unter dem Bildschirm-Mikroskop präpariert und in porengroße Öffnungen (Slits) an kahlen und schütteren Stellen (Empfängerbereich) eingepflanzt. Es kommt also zu einer Umverteilung bei der die Haarwurzeln ihre genetische Wachstumsinformation behalten und deshalb an den ehemals kahlen Stellen weiter wachsen. Und das ein Leben lang.  

Fallen meine Haare trotz einer Eigenhaarverpflanzung weiter aus?

 Bestehendes Haar kann weiterhin vom Ausfall betroffen sein, wobei dieses Problem bei der Eigenhaartransplantation berücksichtigt wird. Haare werden nicht nur auf kahlen Stellen verpflanzt, sondern auch in schütteren Bereichen verdichtet, wodurch ein weiteres Voranschreiten des Haarausfalls optisch weniger sichtbar wird. Im persönlichen Beratungsgespräch analysieren wir aus diesem Grund nicht nur den IST-Status, sondern prognostizieren auch die weitere Entwicklung Ihrer Haarsituation, um die für Sie bestgeeignete Behandlung zu finden. Die zusätzliche Behandlung mit Medikamenten wie Finasteride und/oder Regaine kann sinnvoll sein.  

Besteht nach der Behandlung Infektionsgefahr bzw. gibt es Nebenwirkungen?

 Die 37-jährige Erfahrung sorgt in Verbindung mit mikrochirurgischer Technik, sowie dem Einsatz von Bildschirmmikroskopen für höchste Präzision bei jedem Behandlungsschritt, sodass es nicht zu Infektionen kommt. Außerdem bietet Ihnen die konzessionierte Moser Klinik Hygienestandards auf allerhöchstem internationalen Standard, deren Qualität und Sicherheit regelmäßig von unabhängigen Stellen geprüft und bestätigt wird. 

» Für Ihre Sicherheit: Haatransplantation bei Moser Medical

Können Fremdhaare transplantiert werden?

 Nein. Genauso wie bei Organtransplantationen würde die körpereigene Abwehr das verpflanzte Haar abstoßen. Die einzige Ausnahme stellen eineiige Zwillinge dar. 

Wie oft kann ich mich behandeln lassen?

 Dies ist vom jeweiligen Behandlungsumfang und von der Elastizität der Kopfhaut abhängig. Maximal sind drei bis vier Behandlungen möglich, wobei hierfür die ausreichende Haardichte im Haarkranz entscheidend ist. Da Spenderhaare nicht in unbegrenztem Umfang verfügbar stehen, muss jede Verpflanzung äußerst sorgfältig durchgeführt werden – kein Haar darf verloren gehen. 

Wieviel kostet eine Eigenhaarverpflanzung?

 Die Kosten werden in erster Linie von der Anzahl zu verpflanzender Haarwurzeleinheiten bestimmt. Auch die Haarstruktur (Dichte das Spenderhaars) ist ebenso ein ausschlaggebender Faktor wie die Erwartungshaltung: Welches Wunschergebnis soll erzielt werden? Weil jede Situation ganz individuell zu behandeln ist, bedarf es einer ausführlichen persönlichen Beratung, bei der gemeinsam mit Ihnen die für Sie bestgeeignete Form der Behandlung festgelegt wird. 

» Beim Beratungsgespräch erstellen wir für Sie ein individuell passendes Angebot
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Wenn EHV tatsächlich so einfach ist, warum lässt es nicht jeder Betroffene machen?

 Vielen von Haarverlust geplagten Menschen ist nicht bewusst, dass sich ihr Problem mit nur einer Behandlung, an einem Tag innerhalb weniger Stunden lösen lässt. Unserer Erfahrung nach beschäftigen sich viele PatientInnen oft viele Jahre lang mit dem Thema Eigenhaartransplantation, bevor sie sich tatsächlich zu einer Behandlung entschließen. Danach hören wir meist: „Wäre mir klar gewesen, wie einfach das alles ist, hätte ich die Haartransplantation schon viel früher machen lassen.“ Eine Behandlung aufzuschieben kommt dabei dem Verzicht auf ein positives Lebensgefühl gleich. Haarprobleme lösen sich nicht von selbst, sondern erfordern wirksame Maßnahmen. 

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