Ursachen von Haarausfall bei der Frau

Warum Frauen von übermäßigem Haarverlust betroffen sein können und welche Arten von Haarausfall man unterscheidet:

Tatjana Tolnai
medizinsche Fachberaterin

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Androgenetische Alopezie

Ähnlich wie bei den Männern, kann auch bei Frauen die Veranlagung für Haarverlust sowohl vom Vater als auch von der Mutter vererbt sein. In diesem Fall spricht man von androgenetischem oder anlagenbedingtem Haarausfall, der meist an der Vorder- oder Oberseite des Kopfes zu einer Ausdünnung der Haare führt. Nur weil eine Person Gene für Haarausfall oder Kahlheit in sich trägt, heißt das nicht, dass sich dieses Merkmal zeigen wird. Die Fähigkeit eines Gens seine Charakteristiken in einem bestimmten Individuum auszudrücken, nennt man Expression. Sie hängt von vielen Faktoren ab. Die wichtigsten davon sind die Hormone und das Alter, aber auch Stress und andere Faktoren können eine Rolle spielen.

Der veranlagte Haarausfall kommt bei Frauen wesentlich seltener vor, als bei Männern – der Auslöser ist aber derselbe: das Sexualhormon Testosteron. Dieses männliche Androgen wird bei Frauen in den Eierstöcken und der Nebennierenrinde gebildet. Zwar in deutlich geringerem Ausmaß als bei Männern, gelangt aber durch den Blutkreislauf zu den Haarwurzeln, wo es sich anlagert und in das wirksame Dihydrotestosteron verwandelt. Die ersten Anzeichen von androgenetischer Alopezie zeigen sich bei Frauen in der Regel erst in höherem Alter, zumeist nach den Wechseljahren.

Diffuser Haarausfall

Die Ursachen für diese bei Frauen häufig auftretende Form des Haarverlustes sind meist medizinischer Natur oder medikamentös bedingt. Sie können zu einer Einschränkung des Haarwachstums, einer bis zu einem Jahr andauernden Ruhephase und anschließendem Ausfall der Haare führen. Im Unterschied zur genetisch bedingten Form ist der diffuse Haarausfall in den meisten Fällen umkehrbar, wenn es gelingt, die Ursache abzustellen. Der diffuse Haarausfall kann am gesamten Kopf auftreten und kommt bei Frauen häufiger vor als bei Männern.

Medizinische Auslöser sind etwa gynäkologischer Natur (Schwangerschaft, Wechseljahre), eine Erkrankung der Schilddrüse oder des Bindegewebes und falsche Ernährung (Magersucht, Radikaldiäten, Mangelerscheinungen bei Zink und Eisen oder eine Überversorgung mit dem Vitamin A).

Zu jenen Medikamenten, die als Auslöser von diffusem Haarausfall bekannt sind, zählen Schilddrüsen-Arzneien, Cholesterinsenker, Blutverdünner (z. B. Heparin, Warfarin), Antidepressiva, Blutdruck-Medikamente (z.B. Beta-Blocker, Inderal, Diuretika) sowie Mittel zur Behandlung von Epilepsie und Gicht. Weiters Medikamente, die bei Chemotherapien eingesetzt werden, aber auch einzelne Diatpillen und Drogen wie etwa Kokain.

Lokaler Haarausfall

Diese Form des Haarverlustes kann von Spezialisten klar vom diffusen Haarausfall unterschieden werden. Wobei es zwei Arten – vernarbend und nicht vernarbend – gibt. So ist beispielsweise die alopecia areata, bei der sich kreisrunde kahle Stellen auf dem Kopf bilden, auf eine Autoimmunerkrankung zurückzuführen. Sie zählt zum nichtvernarbenden Typus und kann durch Injektion von Steroiden/Cortison behandelt werden.

Medizinische Ursachen hingegen verursachen lokalen Haarausfall vom vernarbenden Typ. Die Auslöser können Verletzungen nach Unfällen oder Face-/Stirnliftings sein, aber auch eine lokale Strahlentherapie oder dermatologische Ursachen sind möglich. In diesen Fällen ist die Eigenhaarverpflanzung meist die einzige wirksame Behandlung zur dauerhaften Lösung des Problems.

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